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Der neue VW Passat Alltrack

 

Seine Modellbezeichnung trägt der VW Passat nicht von ungefähr, denn der gleichnamige Wind gilt als mäßig stark und sehr beständig.


Doch in der neuesten Auflage, immerhin schon der 8. Generation, kann der Passat als Alltrack Dank zugstarkem 4MOTION-Allradantrieb, speziellem Offroad-Fahrprogramm und einer um 27,5 mm erhöhten Bodenfreiheit sogar abseits des Asphalts viel Staub aufwirbeln! So bewältigt er mit seinen perfekt abgestimmten
Stoßfänger mit Unterfahrschutz auch extreme Böschungs- und Rampenwinkel. Zusätzlich macht die Schwellerverbreiterung in Anthrazit die Karosserie widerstandsfähiger und setzt optisch Akzente. Ebenfalls ein Hingucker: das „Alltrack“-Badge am Heck und an den Seiten des Fahrzeugs sowie die optionalen LED-Rückleuchten, die den typischen Charakter des neuen Passat Alltrack unterstreichen

Im Test haben wir den 110 kW/150 PS starken der 2-Liter TDI der neuesten Euro-6-Generation. Der Vierzylinder mit Common Rail/Abgasturbolader verfügt ein max. Drehmoment von bärenstarken 340 Nm bei 1.750–3.000/min. Kombiniert mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe und dem permanenten Allradantieb ergibt das folgende Fahrleistungen: von 0-100 km/h in flotten 9,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h.

Das i-Tüpfelchen zeigt sich im Verbrauch, denn im Durchschnitt genehmigt sich der Wolfsburger zwischen 4,3 und 5,9 Liter Diesel, bei einem CO2-Ausstoß von 129 g/km und einer Effizienzklasse von "A".

Antriebsseitig setzt sich der Querfeldein-Passat also gut in Szene, doch wie ist es um die sonstigen Qualitäten bestellt? Was Fahreigenschaften und Fahrkomfort angeht, gibt sich die Mittelklasse-Limousine ebenfalls keine Blöße: Absolut fahrsicher und erstaunlich agil geht der Passat ums Eck, unterstützt von der präzisen und gefühlsechten Servolenkung.
Die serienmäßigen adaptiven Dämpfer ignorieren die meisten Fahrbahnschäden gekonnt, die Bremsen bringen den Kombi im warmen Zustand in 33,3 m von 100 auf 0.

Im Innern verwöhnen großzügig geschnittenen Sitze mit vielen Einstellmöglichkeiten und Komfort, das Raumangebot entspricht in beiden Reihen eher der Ober- als der Mittelklasse. Auch im Heck, das nun deutlich schnittiger als beim Vorgängermodell aussieht, wartet der VW mit geradezu opulenten Werten auf: 639 Liter fasst sein Gepäckabteil, bis auf 1.769 Liter läßt es sich durch Umlegen der Rücksitze erweitern.

Was die Verarbeitungsqualität betrifft, ist der Passat der Mittelklasse fast schon entwachsen: Nicht nur die Karosseriequalität ist bestechend, auch der Innenraum hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck. Ein echter Hingucker ist das Kombi-Instrument mit TFT-Display (31,2 cm Bildschirmdiagonale), das mit Ausnahme der Kartendarstellung zwischen Tacho und Drehzahlmesser allerdings keinen echten Mehrwert gegenüber den konventionellen Rundinstrumenten zu bieten hat, aber trotzdem eine nette aufpreispflichtige Spielerei ist.

Preislich ist der VW Passat Variant 2.0 TDI SCR 4MOTION BlueMotion Technology, so die komplette Typbezeichnung, ab 38.900,- € erhältlich, ein stolzer Preis, allerdings bietet er jede Menge Gegenwert, Langlebigkeit und einen exzellenten Wiederverkaufswert.

Ausstattungsseitig verfügt der Wolfsburger serienmäßig u.a. über 4 Leichtmetallräder "Ancona" 8 J x 17 mit Reifen 225/55 R 17 97W, Reifenkontrollanzeige, silber eloxierte Dachreling, Nebelscheinwerfer und Abbiegelicht mit Chromeinfassung, Chromleisten an den Seitenfenstern, Halogen-Hauptscheinwerfer und Blinkleuchten unter gemeinsamer Klarglasabdeckung, Rückleuchten in LED-Technik, Einstiegs-/Warnleuchten in den Türen vorn, in LED-Technik, Blinkleuchten in LED-Technik seitlich in Außenspiegel integriert, elektrische Fensterheber vorn und hinten, vollverzinkte Karosserie, Komfortsitze vorn mit Lendenwirbelstützen, Fahrerseite elektrisch, Beifahrerseite manuell einstellbar, Mittelarmlehne vorn mit Ablagebox, höhen- und längseinstellbar, 2 Luftausströmer hinten mit Chromlamellen, Multifunktionslenkrad in Leder, Rücksitzbank ungeteilt, Lehne asymmetrisch umklappbar, Mittelarmlehne mit Ablagefach und Durchlademöglichkeit, Schalthebelknauf in Leder, Sicherheitsoptimierte Kopfstützen vorn, längs- und höheneinstellbar, kopfstützenintegrierte Entriegelungstaste, Ablagefächer in allen Türen, mit Halterungen für 1-l-Flasche auf Fahrer- und 1,5-l-Flasche auf Beifahrerseite, Handschuhfach abschließbar, beleuchtet und mit Kühlmöglichkeit, ParkPilot, Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" inkl. City-Notbremsfunktion, Multifunktionsanzeige "Premium" mit mehrfarbigem Display, Innenspiegel automatisch abblendend, Elektronische Parkbremse inkl. Auto-Hold-Funktion, Fahrlichtschaltung automatisch, mit Tagfahrlicht, "Leaving home"-Funktion und manueller "Coming home"-Funktion, Klimaanlage, Müdigkeitserkennung, Radio "Composition Colour", 8 Lautsprecher, Regensensor, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, Start-Stopp-System mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Zentralverriegelung ohne Safe-Sicherung mit Funkfernbedienung und 2 Funkschlüssel.

Auf dem Sicherheitssektor gibt es das elektronisches Stabilisierungsprogramm inkl. ABS mit Bremsassistent, ASR, EDS, MSR und Gespannstabilisierung, ISOFIX-Halteösen, Kopfairbagsystem für Front- und Fondpassagiere inkl. Seitenairbags vorn, Verbandtasche, Warndreieck und Warnweste, Multikollisionsbremse sowie Warnblinkautomatik bei Vollbremsung serienmäßig.


Fazit: Am neuen Passat Alltrack gibt es nichts, aber auch gar nichts zu bemängeln. Wieviel Geld man im Endeffekt für sein Wunschmodell hinblättert, sei jedem einzeln überlassen, mit seiner Serienausstattung jedoch läßt der Passat Alltrack bereits kaum Wünsche offen.        

Mehr Informationen gibt es unter www.volkswagen.de       

Bericht/Fotos: Guido Strauss