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Gestatten: 11, DB11

Seit 1964 besteht sie schon, die wohl berühmteste Filmbeziehung aller Zeiten. James Bond 007 und Aston Martin.  Was mit dem DB5 in “Goldfinger” seinen Anfang nahm, gipfelte 2015 in “Spectre” mit dem eigens hierfür gebauten DB10.

 

Doch die Briten waren sich im Klaren, dass dieses Designhighlight nicht nur über die Leinwand rasen durfte und gestatteten ihrem neuen Topmodell, dem DB11, optisch fast genau so zu brillieren.    
Als legitimer Nachfahre des Serienvorgängers DB9 wollte man in allen Bereichen eine Schippe drauf legen. Beim optischen Auftritt angefangen bis hin zum Antrieb sollte der Kunde einen Aston Martin bekommen, den er als sprichwörtlich wahrgewordenen Traumwagen bezeichen konnte.

Unter der Haube setzt ein selbstentwickelter 5,2 Liter großer V12 mit Doppelaufladung, 447 kW/608 PS und 700 Nm Drehmoment eine neue Bestmarkte bei den DB-Modellen. Das genügt um mit der Achtgang-Automatik von ZF den knapp 1,8 Tonnen-Boliden von 0 auf Tempo 100 in 3,9 Sekunden zu beschleunigen. Bei 321 km/h ist das Ende der Fahnenstange erreicht.

Motorverhalten, Gasannahme, Schaltvorgänge, Lenkung, Dämpfer, ESP und andere Fahrassistenten lassen sich im DB11 über die drei Fahrmodi GT, Sport und Sport Plus einstellen. Auch der Klappenauspuff läßt dadurch die 12 Posaunen so richtig schön aus den beiden ovalen Endrohren blasen. Augen- und Ohrenschmaus gehen hier im Einklang.

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Im Innern erwartet einen typisch britischen Style, Sportlichkeit gepaart mit Luxus, dazu ungewöhnlich viel Platz für einen Grand Tourismo. Obwohl der DB11 nur 1,28 m hoch ist, sitzt man in den super bequemen Lesersesseln auch als über die Norm großer Mensch verdammt bequem.

Das Navi- und Infotainmentsystem wird dem Ein oder Anderen gleich bekannt vorkommen, hier fungierte Mercedes als Zulieferer.     

Doch wie fährt sich 007´s womöglich nächster Dienstwagen im Alltag? Das Fahrwerk ist eine Wucht, die Straßenlage atemberaubend, man fühlt sich weder gerührt noch geschüttelt, ist permanent Herr der Lage. Die Lenkung ist perfekt direkt und zirkelt den Briten millimetergenau durch jede Kurve.

Der Aston steht, Fuß aufs Gaspedal und Feuer frei. So muß es der Kugel ergehen, die aus dem Lauf von James Bond´s Walther PPK gejagt wird. Die 3,9 Sekunden Werksangabe kommen einem sehr untertrieben vor, alles läuft gefühlt viel schneller ab. Die 200 km/h sind ca. 7 Sekunden später erreicht, verbunden mit einem Schub der die Reichweite der Mundwinkel in Richtung Ohrläppchen vergrößert und eine mehrstündige Lähmung verursacht, im Volksmund auch Grinsen genannt. Keine Ahnung, wie es Daniel Craig schafft, seinen AM im Film zu fahren ohne eine Miene zu verziehen. Das ist hohe Schauspielkunst...

 

Ein Traumauto hat verständlich auch einen Traumpreis: der beginnt bei rund 210.000,- Euro, mit einigen Extras knackt man leicht die Viertelmillion.

Fazit: Schönheit gepaart mit alltagstauglicher brutaler Kraft. Mit dem entsprechenden Kleingeld sollte man sich die Lizenz zum DB11-Fahren gönnen.

Weitere Infos im Internet unter www.astonmartin.com   

Bericht/Fotos/Videos: Guido Strauss